September.th, 2009 Andre Blaeute
Ein ruhiger Montag Morgen, 6 Uhr in Deutschland. In der kleinen Stadt Bielefeld, in Nordrein-Westfalen, schmiedeten zwei schlaflose Küchenhelden den Plan der Pläne – Einmal IFA und zurück. 400Km hin – 400Km zurück, und zwischendurch noch einen halben Tag Messerummel. Dank ICE und guter S-Bahn anbindung vor Ort in Berlin war das alles kein Problem.
6:38 Uhr startete unser ICE pünktlich von Bielefeld. Die Sitzplätze wurden eingenommen, der Zug rollte an, und der Fahrkartenkontrolleur (heutzutage kann scheinbar jeder Fahrkartenkontrolleur werden, aber das ist ein anderes Thema) ließ auch nicht lange auf sich warten. So früh am Morgen hatte natürlich noch keiner von uns gefrühstück, und so landeten wir auch recht schnell im Boardrestaurant der deutschen Bahn und gönnten uns das City-Frühstück (Croissants, Brötchen, Marmelade, Nutella, Honig, Butter, Frischkäse) mit Kaffee. Das erste Vermögen war also schonmal verschlungen (die Bahn hat doch tatsächlich 0,70cent für ein weiteres Mini-päckchen Butter berechnet).
9:38 Uhr Ankunft in Berlin – Hauptbahnhof. Von dort kamen wir mit der S-Bahn ganz einfach, und ohne weiteres Umsteigen zum Messegelände (Messe-Süd). Der Einlass erfolgte recht zügig, und völlig unkompliziert, fast wie “einfach hereinspaziert”. Unser eigentlicher Messeturn sollte also beginnen, 25 Hallen lagen nun vor uns. Da man an einem einzelnen Tag nicht die gesamten Eindrücke der Messe mitnehmen kann, haben wir uns zunächst einmal zu einem der zahlreichen Catering-Stände durchgeboxt, und uns, bei einer Tasse Kaffee einen Überblick verschafft und uns das herausgepickt, was für uns interessant erschien. Und so klapperten wir nun Station für Station ab.
AEG. Zanussi, Electrolux
Sehr interessant war eine kurze Präsentation der neuen Generation Maxi-Sense Kochfelder von AEG. Erhältlich unter anderem auch als hell-graues Cerankochfeld bietet die neuen Kochfelder unter Anderem auch ein innovatives LCD-Display zur Kochfeldsteuerung. Von der Optik hat sich allerdings nicht viel geändert, muss aber auch nicht, die Electrolux Gruppe vertraut auf bewährtes Design. Sehr viel getan hat sich bei AEG in dem Bereich für die 38er Nische (Kompaktgeräte). So hat AEG jetzt unter Anderem auch einen Kaffeeautomaten im Angebot.





Siemens
Ein riesiger Stand, und ein durchaus gelungener Schnitt zwischen Consumer-Messestand und Fachbesucherbereich. Auch hier boten sich einige sehr moderne Einbauideen für die Elektrogeräte, z.B. für Kühlschränke. Leider hatten wir keine Gelegenheit bekommen, trotz Voranmeldung, mit einem Fachkundigen Siemens-Ansprechpartner sprechen zu können. Schade, aber was nicht ist, kann ja noch werden.




Zwischenstop bei Liebherr
Hier wurden wir spontan auf einen alkoholfreien Cocktail eingeladen. Einen Liebherr-Spezial. Sehr lecker – Sehr erfrischend. Vielen Dank!

Gorenje
Sehr positiv beindruckt war ich von der Präsenz von Gorenje. Das war meines Erachtens ein absolutes Highlight unter den Elektro-Großgeräteherstellern. Mit einer sehr gelungene Mischung zwischen modernem Design und dem aktuellen Stand der Technik, zeigte Gorenje nicht nur stumpf die einzelnen Geräte, sondern bot dem interessierten Besucher auch einen konzeptionellen Einblick in eine moderne, netzwerkgestützte Küche. Das habe ich bei den Anderen doch stark vermisst. Quasi eine Demonstration “so kann es auch in Ihrer Küche funktionieren”. Das Herzstück hierbei ist ein Microsoft Surface 30Zoll-Touchscreen.




Aber nicht nur die moderne, sondern auch der Retro-Look von den Gorenje Old-Timer Kühlschränken ist immer wieder eine Augenweide. Über Design lässt sich ja streiten, das ist natürlich alles vom persönlichen Geschmack abhängig, und vieles ist, auch Herstellerübergreifend, sehr einheitlich. Mein nächster Kühlschrank wird jedoch höchstwahrscheinlich ein Gorenje sein
Natürlich interessierte uns auch der Consumer-Bereich. Da man ja selbst auch Consumer ist, und auch immer bleiben wird. Z.B. gab es einige interessante Fahrzeuge, die unser Interesse geweckt haben.
3D
Ziemlich genial waren die Vorführungen der neuen 3D-Fernsehgeräte (LCD, Plasma). Das ist der Wahnsinn, wie gestochen scharf diese Bilder sind. Man steht plötzlich wirklich mittendrin, statt nur davor.
Flach – flacher – noch viel viel flacher
Neue Bildschirme, die gerade mal so dick sind, wie ein Werbeflyer. Aber ein gestochen scharfes Bild anzeigen, das einem die Augen tränen. Ja, auch uns technik-freaks kann man mit recht simplen Dingen beeindrucken.


Auch Auto-Fans kamen auf ihre kosten, und konnten sich getunte und mit Technik vollgestopfte Designer-Cars bestaunen.





Toschiba + Windows7
Eine Konstellation, die uns nicht sehr überzeugend vermittelt werden konnte. Zwar ist das Konzept klar gewesen, Windows7 als Medien-Center zu nutzen, in dem man die Ausgänge separat ansteuern und zuweisen konnte, jedoch ist das aber eigentlich auch nix Neues. Beindruckend wäre es gewesen, wenn es denn funktioniert hätte, und der Fernseher, wie in der “Demo” deklariert, bereits Codec-tauglich gewesen wäre, anstatt die Signale über ein extra angeschlossenes Netbook einzuspeisen.


Auf der Rückfahrt hatte man nun ein Gros an Eindrücken zu verarbeiten (und die 1000 Blasen an den Füssen machen sich bemerkbar), die wir in der nächsten Zeit noch mit uns herumtragen werden, und einiges davon hoffentlich bald umsetzen können. Es war ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Messetag, und wir sind froh den Trip nach Berlin gemacht zu haben. Nach ca. 2,5 Std. Rückfahrt, kurz vor Bielefeld, verabschiedete sich der Zugführer von seinen Fahrgästen mit den Worten “Ssänk you, for träwwelling wiss Deutsche Bahn” … ja, besser hätt ich es auch nicht mehr ausdrücken können


Grüße aus Bielefeld
Euer Roomfashion Team
PS: Ich als “Rücksack-Berliner” hatte mich eigentlich schon darauf gefreut, mal wieder einen (vernünftigen) Döner essen zu können. Wo ist man letztendlich gelandet? Bei BurgerKing … war irgendwie klar, oder?
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